Quax, der Bruchpilot …

Emil war noch nie ein begnadeter Flieger, da er noch sehr jung war (ca. 2 Monate), als er zu mir kam. Aber in letzter Zeit legte er immer mehr “Bruchlandungen” hin und schien allgemein Probleme beim Fliegen zu haben.

Hinzu kam, dass er nun auch recht zerrupft aussah, da ihm immer mehr Federn fehlten und offenbar nur noch die Federkiele übrig waren.

Natürlich bin ich gleich mal vom Schlimmsten ausgegangen und habe begonnen alle möglichen Krankheiten zu recherchieren und die Symptome mit diesen zu vergleichen.

Quax der Bruchpilot
Viele Federkiele zwischen den Federn

Der eine oder andere erfahrene Wellensittichbesitzer wird inzwischen schon die Symptome erkannt haben. Emil, mein “kleiner Bruchpilot”, befindet sich mitten in seiner Jugendmauser und die Federkiele sind nicht etwa die Überreste von Federn, sondern in diesen Federhülsen entstehen die neuen Federn.

Wie kann man einem “Bruchpiloten” nun helfen?

Wie nicht anders erwartet, taugen die gängigen Futterzusätze “Mauserhilfen” nicht viel, d.h. man zahlt viel Geld für normales Futter, dass meist nur mit Bäckereinebenerzeugnissen und Zucker vermischt wurde.

Stattdessen empfiehlt es sich den Wellensittichen viel Gemüse und Grünfutter anzubieten. Besonders empfehlenswert ist Folgendes:

  • Salatgurke (Kieselsäure & Vitamin B)
  • Vogelmiere, Wegerich und Acker-Schachtelhalm (Kieselsäure)
  • Karotte und Fenchel (Mineralien)
  • halbreife bzw. reife Hirse (Kieselsäure)
  • Golliwoog (Mineralien & Vitamine)
  • Keimfutter (reich an Vitaminen)

Einen Rezeptvorschlag für Mauser-Snacks (mit den entsprechenden Wildkräutern) kann man unter Selbermachen – Knabber-Snacks finden.


Weiterführende Informationen:

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